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BMWSB: Neue Wissensplattform hilft, Wohnungslosigkeit zu überwinden

Bund bündelt Praxiswissen, Daten und erprobte Lösungen – BBSR betreut und entwickelt Plattform.

Extremwetter belastet Gebäude mehrfach: Neben einzelnen Ereignissen wie Sturm, Hagel oder Starkregen gewinnen komplexe Schäden an Bedeutung, bei denen mehrere Wie lässt sich verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren? Welche Hilfen führen aus der Wohnungslosigkeit zurück in ein dauerhaftes Mietverhältnis? Und welche Lösungen funktionieren bereits in anderen Städten und Gemeinden? Antworten auf diese Fragen bietet die Nationale Wissensplattform zum Thema Wohnungslosigkeit, die heute unter www.wissen-wohnungslosigkeit.de freigeschaltet wurde.

Die Plattform ist Teil des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit der Bundesregierung. Sie bündelt erstmals an zentraler Stelle Praxiswissen, Daten, Instrumente sowie Fortbildungs- und Vernetzungsangebote.

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: Niemand in Deutschland soll ohne Wohnung sein. Daran arbeiten wir gemeinsam mit Ländern, Kommunen und Akteuren aus der Praxis. Um das Ziel zu erreichen, haben wir unter anderem die Mittel für den Sozialen Wohnungsbau auf Rekordniveau angehoben. Aber es geht nicht nur um finanzielle Unterstützung, die Verantwortlichen in den Städten und Kommunen brauchen auch Wissen darüber, was bei der Überwindung von Wohnungslosigkeit gut funktioniert. Überall im Land gibt es bereits gute Lösungen. Diese wollen wir mit der neuen Wissensplattform bündeln, damit alle davon profitieren können. Das hilft den vielen engagierten Kräften in den Kommunen, sozialen Einrichtungen oder den Wohlfahrtsverbänden ganz unmittelbar.

Lösungen finden, Erfahrungen nutzen

Zum Start bietet die Plattform mehr als 150 kuratierte Inhalte zu Prävention, Hilfesystemen und Wohnraumversorgung. Ein Werkzeugkasten versammelt Praxisbeispiele, Checklisten, Mustervereinbarungen und Arbeitshilfen – etwa zu Housing First, zur Zusammenarbeit von Kommunen und Wohnungsunternehmen oder zur Unterstützung junger wohnungsloser Menschen.

Ein interaktives Datendashboard macht zudem Ausmaß und Struktur der Wohnungslosigkeit sichtbar und ermöglicht regionale Auswertungen. Netzwerkgruppen sowie Fortbildungsangebote unterstützen den fachlichen Austausch.

Die Plattform richtet sich insbesondere an Kommunen, Sozial-, Wohnungs- und Ordnungsämter, Fachstellen der Wohnungsnotfallhilfe, Wohlfahrtsverbände und Beratungsstellen sowie an Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, Jobcenter und soziale Dienste. Sie können nach passenden Lösungsansätzen suchen, erprobte Instrumente für die eigene Arbeit nutzen und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat die Plattform im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) aufgebaut. Die BBSR-Kompetenzstelle Wohnungslosigkeit betreut sie fachlich und entwickelt sie gemeinsam mit den Akteuren aus Ländern, Kommunen und Praxis weiter.

BBSR-Leiter Dr. Peter Jakubowski: Es gibt bundesweit viele Erfahrungen damit, Wohnungslosigkeit zu verhindern und wohnungslosen Menschen wieder ein eigenes Zuhause zu ermöglichen. Die Plattform macht dieses Wissen auffindbar und für die Praxis nutzbar. Gute Lösungen können so schneller von einer Kommune zur nächsten gelangen.

Die beim BBSR angesiedelte Kompetenzstelle Wohnungslosigkeit wurde 2024 als Schnittstelle für Wissenstransfer, Forschung und Vernetzung eingerichtet. Die Wissensplattform wird kontinuierlich um neue Praxisbeispiele, Instrumente, Daten und Lernangebote erweitert.

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