Unterstützung des Wiederaufbaus in der Ukraine

Seit zwei Tagen reise ich jetzt für Build Europe und den BFW Bundesverband durch die Ukraine, um dort unseren Beitrag zur Unterstützung des Wiederaufbau der Ukraine zu leisten. Während der gestrige Tag von vielen Gesprächen auf Ministerebene mit dem Wirtschaftsministerium, aber auch mit unserem derzeitigen Partnerverband UREClub und einem weiteren Verband, der ukrainischen Developer Association geprägt war, war ich heute mit dem Auto unterwegs und habe mir verschiedene Projekte zum Wiederaufbau angesehen.

Das erste Projekt ist in Brovary einer Region nordöstlich von Kiew gelegen. Dort haben wir mit unserem lokalen Partner, Housing for IDP, vertreten durch die Vorsitzende Olga Solovei mit den regionalen und kommunalen Vertretern gesprochen. Wir haben dabei die Rahmenbedingungen festgelegt. Aufgrund schon zweier erfolgreich umgesetzten Projekte ist die Region sehr interessiert, auch ein solches in ihrer eigenen Region zu realisieren. Gemeinsam wurde danach das Objekt vor Ort besichtigt. Es handelte sich dabei um ein altes Arbeiterwohnheim, das zwar sehr verfallen ist, aber in seiner Struktur sich gut eignet als ein Wohnheim für ukrainische Binnenflüchtlinge umgebaut werden kann. Die nächsten Schritte sollen kurzfristig umgesetzt werden. Es wird Aufgabe von unserer Seite sein, die entsprechenden finanziellen Unterstützung bereitzustellen. 

Yuriy Onishchenko, der amtierende Leiter der Brovary District State Administration, traf sich mit Olga Solovey, der Präsidentin der Stiftung Wohnen für Binnenvertriebene, Andreas Ibel, Präsident von Build EUROPE, und Mitgliedern des Kalytya Gemeindeverwaltung im Dorf Zavorichi. Das Hauptziel des Treffens war die Besichtigung des verlassenen Schlafsaals, in dem das Projekt „Zavorychi – ein Sozialisierungszentrum für Binnenvertriebene und diejenigen, die ihr Zuhause wegen des Krieges verloren haben“ umgesetzt werden soll. Das Projekt sieht die Rekonstruktion von zwei Schlafsaalgebäuden und die Schaffung modernen Wohnraums im Format von Smart Apartments vor. Das Zentrum wird für 38 Familien und 114 Personen ausgelegt sein. Nach der Rekonstruktion werden die verlassenen Gebäude in einen komfortablen Raum für das Wohnen und die soziale Anpassung der Menschen verwandelt, die am meisten Unterstützung benötigen.

Im Anschluss daran wurde ein weiteres Projekt südlich von Kiew in der Tscherkassy Region besichtigt. Wir konnte mit privaten Spendengeldern aus dem BFW-Umfeld ein Haus für eine Frau mit ihren drei Kindern erwerben.

Bei den Bombenangriffen hat die Familie nicht nur ihr Haus in der Region Donetsk verloren, sondern auch der Sohn Dimitrii wurde so stark verletzt, dass ihm der Arm amputiert werden musste. Die Großmutter kann seitdem kaum noch laufen. Die Familie ist nach einer langen Flüchtlingsodyssey aus dem Donezkbecken vor drei Wochen dort eingezogen. Ein gutes Beispiel, wie man direkt mithilfe unserer ukrainischen Partner vor Ort gezielt Menschen helfen kann, wieder, trotz der nach wie vor schwierigen Lage in der Ukraine, eine Perspektive für sich zu gewinnen. Auch dieser Tag zeigt erneut das nur durch ganz konkrete Besuche vor Ort eine Hilfe unbürokratisch und schnell möglich, umso den Menschen konkret zu helfen und unsere Unterstützung für die Ukraine zu zeigen.

Sie können uns bei der Unterstützung der Menschen vor Ort helfen:

Dr Heinz Strubenhoff war früher bei der Weltbank und ist jetzt Berater für die Europäische Investitionsbank (EIB) für den Wiederaufbau der Ukraine und hat sich bereit erklärt, die Spenden für uns weiterzuleiten.

SPENDENKONTO: ANGELA UND HEINZ STIFTUNG

IBAN: DE 247002050050204090000

Ihr Andreas Ibel

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