Umsatz am deutschen Immobilienmarkt bei mehr als 300 Milliarden Euro

Der Geldumsatz am deutschen Immobilienmarkt übertraf im Jahr 2021 erstmals die Marke von 300 Mrd. Euro. Das geht aus der aktuellen GEWOS-Immobilienmarktanalyse IMA® hervor, die als einzige flächendeckende Studie zum deutschen Immobilienmarkt auf der Erfassung der tatsächlichen Verkäufe beruht. Demnach belief sich das bundesweite Umsatzvolumen in der Summe aller Immobilienteilmärkte im vergangenen Jahr auf rund 337,0 Mrd. Euro, das ist ein Anstieg um 14,5 Prozent gegenüber 2020. Mit rund 936.600 registrierten Kauffällen war das Transaktionsaufkommen in 2021 leicht rückläufig (-0,4 Prozent gegenüber 2020).

Fast 80 Prozent der Transaktionen in Deutschland betreffen Wohnimmobilien: Bundesweit wurden im vergangenen Jahr Eigenheime, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser und Wohnbauland im Wert von rund 253,9 Mrd. Euro gehandelt, das ist ein Anstieg um 14,3 Prozent gegenüber 2020. Die Verkaufszahlen sind in der Summe der vier Wohnsegmente um 0,9 Prozent auf rund 728.400 zurückgegangen. Der Anstieg des Umsatzvolumens ist entsprechend maßgeblich auf Preissteigerungen zurückzuführen. Aufgrund der schwächeren Einkommensentwicklung hat sich die Erschwinglichkeit von Wohneigentum damit weiter verschlechtert: Für den Erwerb eines Eigenheims mussten Haushalte im Jahr 2021 7,4 Jahreseinkommen aufwenden, für den Erwerb einer Eigentumswohnung wurden im Schnitt 5,5 Jahreseinkommen fällig. Im Vorjahr waren es noch 6,8 bzw. 5,1 Jahreseinkommen und vor zehn Jahren 4,7 bzw. 3,6 Einkommen.

Nach der coronabedingten Delle des Vorjahres hat sich der Teilmarkt für Wirtschaftsimmobilien in 2021 wieder sehr positiv entwickelt. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr rund 52.600 Nichtwohngebäude im Wert von rund 66,6 Mrd. Euro gehandelt (+15,8 Prozent gegenüber 2020). In den zehn bevölkerungsreichsten deutschen Städten, auf die mehr als ein Drittel des Umsatzes in diesem Marktsegment entfällt, stieg die Zahl der Kauffälle – nach rückläufigen Transaktionszahlen in den beiden Vorjahren – in 2021 um 3,2 Prozent auf rund 1.800. Das hiermit verbundene Umsatzvolumen erhöhte sich um 17,0 Prozent auf rund 23,4 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet GEWOS angesichts der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation rückläufige Fallzahlen und Umsätze. Dies zeige sich auch bereits in den Erhebungsdaten aus dem ersten Halbjahr.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der GEWOS-Pressemitteilung unten.

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