Im Osten haben Haushalte von Personen im Ruhestand ab 65 Jahren ein mittleres Einkommen von 2 270 Euro, im Westen von 2 350 Euro
Rentnerhaushalte im Osten beziehen 96 % ihres Einkommens aus Renten und Pensionen, im Westen sind es 92 %
18,9 % der Menschen im Ruhestand ab 65 Jahren sind armutsgefährdet
Haushalte von Ruheständlerinnen und Ruheständlern ab 65 Jahren haben im Mittel 2 330 Euro pro Monat zur Verfügung. In den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin verfügen Haushalte von Personen im Ruhestand ab 65 Jahren über ein mittleres Haushaltsnettoeinkommen (Median) von 2 270 Euro im Monat, in den westlichen Ländern sind es 2 350 Euro. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mit.
Der Median bildet die Mitte der Einkommensverteilung ab, 50 % haben ein höheres und 50 % ein geringeres Einkommen. Betrachtet wurden Haushalte, in denen ausschließlich Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre ab 65 Jahren leben. Das waren im Jahr 2025 rund 13,6 Millionen Menschen, 10,5 Millionen in den westlichen und 3,1 Millionen in den östlichen Bundesländern.
Rentnerhaushalte im Osten beziehen ihr Einkommen stärker aus Renten und Pensionen und weniger aus Vermögen als jene im Westen
Das Haushaltseinkommen von Ruheständlerinnen und Ruheständlern ab 65 Jahren setzt sich überwiegend aus Alterseinkünften wie gesetzlichen Renten, Betriebs- und Privatrenten oder Pensionen zusammen. Im bundesweiten Schnitt waren 93 % des Einkommens von Haushalten, in denen ausschließlich Rentnerinnen und Rentner beziehungsweise Pensionärinnen und Pensionäre lebten, aus Renten und Pensionen. Knapp 4 % des Einkommens stammten aus Einnahmen aus Vermögen wie etwa Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen, 2 % aus Transferzahlungen wie Grundsicherung im Alter und 1 % aus Erwerbstätigkeit.
In den östlichen Bundesländern machten Renten und Pensionen durchschnittlich 96 % des Einkommens aus, Einnahmen aus Vermögen lediglich 1 %. In den westlichen Bundesländern bezogen Ruheständlerinnen und Ruheständler im Schnitt 92 % des Haushaltseinkommens aus Renten und Pensionen, gut 4 % stammten aus Einnahmen aus Vermögen. Mit Blick auf weitere Einkünfte aus Transferzahlungen wie Grundsicherung im Alter (2 %) oder aus Erwerbstätigkeit (1 %) unterscheidet sich die Einkommensstruktur von Rentnerhaushalten in Ost und West kaum.
Knapp jeder fünfte Mensch ab 65 Jahren im Ruhestand ist armutsgefährdet
Bundesweit lag die Armutsgefährdungsquote von Personen im Ruhestand ab 65 Jahren laut EU-SILC 2025 bei 18,9 %. In den östlichen (18,5 %) und westlichen (19,0 %) Bundesländern war das Armutsrisiko für Ruheständlerinnen und Ruheständler ab 65 Jahren in etwa gleich hoch. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung waren bundesweit 16,1 % der Personen armutsgefährdet, in den östlichen Ländern waren es 17,6 % und in den westlichen 15,8 %.
Die Armutsgefährdungsquote misst die relative Einkommensarmut. Nach EU-Definition gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Äquivalenzeinkommens (Median) der Gesamtbevölkerung verfügt.
Ruheständlerinnen und Ruheständler im Westen wohnen mehrheitlich im Eigentum, im Osten mehrheitlich zur Miete
Vermögenswerte wie selbst genutztes Immobilieneigentum fließen nicht in die Betrachtung der Einkommen ein, solange daraus keine Mieteinnahmen oder Kapitalerträge entstehen. Im Jahr 2025 wohnten bundesweit 57 % der Ruheständlerinnen und Ruheständler ab 65 Jahren im Wohneigentum und 43 % zur Miete. In den westlichen Bundesländern wohnten 61 % der Ruheständlerinnen und Ruheständler im Eigentum und 39 % zur Miete. In den östlichen Ländern war das Verhältnis eher umgekehrt: 44 % wohnten im Eigentum, 56 % zur Miete.