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Projekte für „Bezahlbares und zukunftsfähiges Bauen und Wohnen“ gesucht

In einem Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sollen die Rahmenbedingungen und bestimmenden Faktoren für die Vereinbarkeit von bezahlbarem und nachhaltigem Wohnungsbau untersucht werden. Dafür werden jetzt bundesweit innovative Modellvorhaben gesucht. Bewerbungsfrist ist der 15. März 2021, eine Aufwandsentschädigung von 3.000 EUR wird gewährt.


Die Wohnungsmieten und Kaufpreise sind in den Wachstumsregionen Deutschlands in den letzten Jahren stark gestiegen. Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen fällt es dort immer schwerer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Vor diesem Hintergrund sucht die Politik zusammen mit Experten seit 2015 im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen so-wie seit Herbst 2018 mit der gemeinsamen Wohnraumoffensive von Bund, Ländern und Kommunen verstärkt nach Wegen, die Bezahlbarkeit von Wohnen zu gewährleisten und damit die angemessene Wohnraumversorgung der Bevölkerung zu sichern.

Ein wesentliches Ziel ist, die Wohnungsmärkte durch qualitativen und bezahlbaren Wohnungsneubau zu entlasten. Die Begrenzung der Bau- und Lebenszykluskosten ist dabei ein zentraler Baustein. Gleichzeitig bestehen weitreichende Anforderungen durch die Klimaschutzziele im Gebäudebereich. Die Kernfrage des Forschungsprojekts ist, wie bezahlbarer und zugleich in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht nachhaltiger Wohnraum entstehen kann. Deshalb sind nicht nur die Begrenzung der Baukosten und der energetische Standard für die einzelnen Gebäude in die Betrachtung einzubeziehen. Es gilt auch, die Potenziale zu berücksichtigen, die sich aus dem Kontext des einzelnen Projekts ergeben. Besonders interessieren innovative, ausgewogene Lösungsansätze auf unterschiedlichen Maßstabsebenen für eine sozial verträgliche Transformation hin zu zukunftsfähigem Bauen und Wohnen. Zu erörtern ist auch, welche Hemmnisse dabei bestehen und wie diese überwunden werden können.

Anhand von bis zu 60 innovativen Modellvorhaben sollen bundesweit die Rahmenbedingungen und bestimmenden Faktoren für die Vereinbarkeit von bezahlbarem und zukunftsfähigem Bauen und Wohnen untersucht werden. Alle Teilnehmer, die am Forschungsprojekt mitwirken, profitieren von einem interessanten fachlichen Austausch mit den anderen Modellvorhaben und von einer öffentlichen Aufmerksamkeit für Ihr Projekt.

Aus den Ergebnissen des Forschungsprojekts sollen übertragbare Erkenntnisse für die Politik abgeleitet werden, auf deren Basis gesetzliche Grundlagen, förderpolitische Maßnahmen und Informationsstrategien zur Vereinbarkeit von bezahlbarem und zukunftsfähigem Bauen und Wohnen in Deutschland initiiert und weiterentwickelt werden können. Zudem sollen Handlungsleitfäden jeweils für Kommunen, Planende und Projektentwickler/Investoren entwickelt werden, damit die Best Practice Ansätze aus den Modellvorhaben von den an Projektentwicklung und Bauprozess beteiligten Entscheidern möglichst flächendeckend an-gewendet werden können.

Bewerben können sich Bauherren und Bestandshalter mit ihren Neubauprojekten. Dies können kommunale oder privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Projektentwickler, Bauträger, Baugemeinschaften oder Privatpersonen sein. Die Bewerberprojekte müssen möglichst einen Anteil von zwei Dritteln, mindestens jedoch von 50 Prozent an Wohnungen mit niedrigem und mittlerem Preisniveau in Summe haben, nach gesetzlichen Anforderungen ab 2009 oder später genehmigt sein und einen besseren Energieeffizienzstandard als den gesetzlichen aufweisen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Link oder bekommen Sie bei den im Folgenden angegebenen Kontaktpersonen:

Für inhaltliche Fragen zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an:
Weeber+Partner, Frau Simone Bosch-Lewandowski, Tel. 0711 620093-60 bzw. Simone.Bosch-Lewandowski@weeberpartner.de.

Für technische Fragen zur Abgabe der Bewerbung – und falls Sie den Erhebungsbogen als PDF-Dokument benötigen – wenden Sie sich bitte an:
InWIS, Frau Jana Jüngling, Tel. 0234 89034-14 bzw. Jana.Juengling@inwis.de.

Der Erhebungsbogen für die Bewerbung steht online zur Verfügung.

Weitere Informationen:

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