Gutachten im Auftrag des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins 1888 und Haus und Grund Düsseldorf und Umgebung.
Private Kleinvermieter stellen eine tragende Säule des deutschen Mietwohnungsmarktes dar. Auf Grundlage von Daten aus dem Zensus 2022, dem Zensus 2011 sowie dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) zeigt diese Studie, dass rund 16,1 Millionen Wohnungen in Deutschland von privaten Kleinvermietern angeboten werden.
Dies entspricht 64,4 Prozent des Mietwohnungsbestands, bei gleichzeitig stagnierendem Anteil am Gesamtwohnungsbestand (37,3 Prozent). In Großstädten wie Köln und Düsseldorf ist ihr Anteil am Wohnungsmarkt trotz eines insgesamt wachsenden Mietwohnungsmarktes leicht rückläufig, was unter anderem auf Marktverschiebungen, Verkäufe an institutionelle Anbieter oder eine stärkere Investitionsausrichtung ins Umland zurückzuführen sein könnte.
Die Mehrheit der privaten Vermieter erwirtschaftet moderat hohe Nettomieteinnahmen, die nicht selten unter 5.000 Euro jährlich liegen. Die Gruppe der privaten Kleinvermieter zeigt sich als zunehmend heterogen – mit teils deutlichen Unterschieden bei Einkommen, Vermögen und Bildungsstand im Vergleich zur nicht vermietenden Bevölkerung.
Die politischen Ableitungen aus den Ergebnissen sind vielschichtig: Angesichts der zentralen Rolle von Kleinvermietern im Mietwohnungsmarkt sollten wohnungspolitische Maßnahmen ihre unterschiedlichen Ausgangslagen stärker berücksichtigen. Förderpolitik, energetische Sanierungsanreize und regulatorische Maßnahmen müssen sich an realistischen Investitionsspielräumen orientieren, um die Vermietungsbereitschaft im Bestand zu sichern.