In der Befragung im Rahmen der ifo Konjunkturumfrage gaben 13 Prozent der ostdeutschen Unternehmen die Note 6, während dies in Westdeutschland nur 8 Prozent taten. Kritischer als ihre westdeutschen Pendants äußerten sich ostdeutsche Baufirmen und Einzelhändler (Durchschnittsnote 4,48 (Bau) bzw. 4,46 (Einzelhandel)), während es in anderen Branchen wie Großhandel, Industrie und Dienstleistungen kaum Unterschiede zwischen Ost und West gab. Die Bewertung der Regierungspolitik fiel in allen betrachteten Politikbereichen kritisch aus. Besonders schlecht schnitt die Sozial- und Rentenpolitik ab, die mit einer Gesamtnote von 4,62 bewertet wurde, was mit den Bewertungen aus Westdeutschland übereinstimmt. In den Bereichen Finanzpolitik (Ost: 4,18, West: 4,00), Energie- und Klimapolitik (Ost: 4,32, West: 4,16) und Industriepolitik (Ost: 4,30, West: 4,11) zeigten sich deutliche Unterschiede. „Die Ergebnisse zeigen, dass Reformen auf nahezu allen Feldern dringend erwartet werden“, sagt Marcel Thum, Leiter der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts.
Ostdeutsche Unternehmen besonders unzufrieden mit Wirtschaftspolitik
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