Besprechung auf Baustelle mit Kran

Bau: Weniger Umsatz, gleiche Preise, mehr Beschäftigte

Neueste Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Bauhauptgewerbe lassen beim Umsatz im Juli 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 1,9 Prozent erkennen. Die Baupreise für den Wohnungsneubau in Deutschland liegen dagegen im August 2020 auf dem gleichen Niveau wie im August 2019.

Bei dem Umsatzrückgang ist allerdings das sehr hohe Niveau des Vorjahres zu berücksichtigen und dem Umstand Rechnung zu tragen, dass im Betrachtungszeitraum ein Arbeitstag weniger einbezogen wurde als 2019. Bei näherer Betrachtung der Einzelumsätze sanken die des Hochbaus um 1,8 Prozent und des Tiefbaus um 3,1 Prozent; das Gewerk „Zimmerei und Ingenieurholzbau“ verzeichnete mit +6,2 Prozent demgegenüber die stärkste Umsatzsteigerung.

Wie Destatis nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich einschneidenden Auswirkungen der Corona-Pandemie ist allerdings bemerkenswert, dass der Gesamtumsatz von Januar bis Juli 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent stieg und sich die Zahl der Beschäftigten um 1,5 Prozent erhöhte.

Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Deutschland haben im August 2020 auf dem gleichen Niveau wie im August 2019 gelegen. Der Grund dafür sei in der seit 1. Juli 2020 geltenden Mehrwertsteuersenkung zu sehen. Eine Stagnation der Baupreise gegenüber dem Vorjahr war zuletzt im August 2003 zu diagnostizieren. Im Mai 2020 hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich noch bei 3,0 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Mai sanken die Baupreise im August um 2,2 Prozent.

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