Quantitativer und qualitativer Beitrag zur Versorgungssituation.
Altersgerechter, bezahlbarer Wohnraum ist knapp und der Bedarf hoch. Dies bestätigt auch das ExWoSt-Projekt „Neubau von altersgerechten Wohnungen – Quantitativer und qualitativer Beitrag zur Versorgungssituation“. Es zeigt aber auch, dass sich der altersgerechte Neubau in den letzten Jahren positiv entwickelt hat. Etwa die Hälfte der neu errichteten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern erfüllen inzwischen grundlegende Anforderungen an Barrierefreiheit. Insgesamt gab es nach Angaben des Mikrozensus im Jahr 2022 bundesweit rund 1,2 Millionen altersgerechte Wohnungen. Fast 70 % des Zuwachses an altersgerechten Wohnungen zwischen 2018 und 2022 entfallen dabei auf den Neubau.
Eine Befragung bei Wohnungsunternehmen und Projektträgern bestätigt, dass altersgerechter Neubau für 70 % der Befragten eine hohe Relevanz hat. Viele realisieren bereits mehr barrierefreie Wohnungen als in den Landesbauordnungen gefordert wird. Eine altersgerechte Ausstattung mit schwellenlosem Zugang zur Wohnung und eine bodengleiche Dusche ist zunehmend zum Standard geworden. Insbesondere für Bestandshalter sei der altersgerechte Neubau ein sehr wichtiges Instrument, um die zumeist älteren Bestandsquartiere zu verjüngen und moderne Wohnungen anzubieten. Dies spiegelt sich auch in Aussagen wider, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen beim Verkauf bzw. bei der Belegung der altersgerechten Neubauwohnungen keine bestimmte Zielgruppe im Fokus hat.