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Knapp einem Viertel der Unternehmen fehlen Fachkräfte

Im Bauhauptgewerbe berichtet fast jedes dritte Unternehmen (32,6%) von Fachkräftemangel.

Der Fachkräftemangel in Deutschland hat wieder etwas zugenommen. Im Juli gaben 23,2% der Unternehmen an, dass ihnen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, nach 21,1% im April. Trotz des Anstiegs bleibt der Fachkräftemangel damit unter dem langfristigen Durchschnitt, der bei 31,7% liegt.  „Die schwache Konjunktur hält den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen“, sagt ifo-Forscherin Daria Schaller. „Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte auch der Fachkräftemangel aber wieder deutlicher zunehmen.“

Im Dienstleistungssektor liegt der Anteil von Unternehmen, die zu wenig Fachkräfte finden, nahezu unverändert bei 25,7%. In einzelnen Branchen stieg dieser allerdings deutlich an. In der Telekommunikation erhöhte er sich von 16,3 auf 31,1% und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2023. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung stieg der Anteil ebenfalls kräftig – auf 64,7% nach zuletzt 52,4%. Im Handel bleibt der Fachkräftemangel mit 16,2% auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. In der Industrie meldeten 18,7% einen Mangel an Fachkräften – ein spürbarer Anstieg von 4,5Prozentpunkten im Vergleich zum April. Vor allem die Papierindustrie (35,0%) findet schwieriger adäquat ausgebildete Mitarbeiter. Im Bauhauptgewerbe berichtet fast jedes dritte Unternehmen (32,6%) von Fachkräftemangel.

„Mehr Arbeitslose bedeuten nicht automatisch mehr verfügbare Fachkräfte“, sagt Schaller. „Entscheidend ist, ob Qualifikation und Anforderungen der offenen Stellen zusammenpassen.“ 

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