Kaum mehr Genehmigungen für Mietshäuser

Im September 2020 sind laut Statistischem Bundesamt bundesweit insgesamt rund 25.900 Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden genehmigt worden. Das waren zwar 3,1 % mehr als im September 2019. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohngebäuden mit 3 oder mehr Wohnungen stieg aber gegenüber dem Vorjahresmonat lediglich um 0,8 %.

Mehr Zweifamilienhäuser, kaum mehr Mehrfamilienhäuser 

Treiber des Anstiegs von über 3 % ist der Zuwachs von genehmigten Zweifamilienhäusern. Hier lag die Veränderung mit 34,6 % so hoch wie in keinem September der letzten 20 Jahre.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, die maßgeblich die Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen in verdichteten Stadtbezirken befriedigen, stieg hingegen nur um 0,8 %.

Weniger Eigentumswohnungen

Die Zahl der genehmigten Eigentumswohnungen sank auf knapp 6.000, ein Rückgang von über 21 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch diese Zahl enttäuschte angesichts der wünschenswerten Steigerung der im europäischen Vergleich nach wie vor niedrigen Eigentumsquote in Deutschland und der damit verbundenen Möglichkeit einer selbstbestimmten Wohnsituation.

Weniger Bauen im Bestand

Auch die Anzahl der Genehmigungen von Wohnungen in bereits bestehenden Gebäuden nahm deutlich ab. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag diese im September mit 3.214 Einheiten knapp 17 % niedriger. Hierunter fallen mitunter auch Baumaßnahmen wie Dachausbauten bzw. -aufstockungen.

Weitere Informationen:

© 2020 BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.