Wer eine Region im Urlaub erlebt, interessiert sich offenbar auch häufiger für Immobilien vor Ort. Eine ImmoScout24-Auswertung zeigt, wie sich die Nachfrage nach Miet- und Kaufangeboten in deutschen Ferienregionen im Jahresverlauf verändert.
Nachfrage nach Immobilienangeboten an Nord- und Ostsee erreicht im Sommer ihren höchsten Stand
Rund 11 Prozent mehr Exposé-Ansichten als im Durchschnitt der übrigen Jahreszeiten für Miet- und Kaufangebote in norddeutschen Urlaubsregionen
In den Wintermonaten verzeichnen Angebote in süd- und mitteldeutschen Ferienregionen einen Nachfrage-Sprung, +11 Prozent bei Mietangeboten und + 9 Prozent bei Kaufimmobilien
Leben, wo andere Urlaub machen: Dieser Traum scheint viele in den Ferien umzutreiben. Die deutschen Nord- und Ostseeregionen sind im Sommer nicht nur beliebte Urlaubsziele. Auch die Nachfrage nach Immobilien zum Kauf und zur Miete an der deutschen Küste steigt in der Sommerzeit an. Immobilien in süd- und mitteldeutschen Urlaubsregionen verzeichnen im Winter die höchste Nachfrage. Das zeigt eine Auswertung von ImmoScout24, die die saisonale Nachfrage nach Miet- und Kaufangeboten in deutschen Urlaubsregionen untersucht.
„Ferienzeit ist auch Immobilienzeit: Wer eine Region im Urlaub erlebt, beschäftigt sich offenbar häufiger mit dem Gedanken, dort auch zu investieren oder zu leben. Das zeigt sich saisonal sehr deutlich – im Sommer an Nord- und Ostsee, im Winter in den süddeutschen Urlaubsregionen. Aus Urlaubsorten werden so potenzielle Wohn- und Investitionsstandorte“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.
Sommerhoch an der Küste
Bei Mietangeboten in den norddeutschen Küstenregionen wie Sylt, Norderney und Cuxhaven an der Nordsee sowie Timmendorfer Strand, Binz und Zingst an der Ostsee liegt die Nachfrage im Sommer rund 11 Prozent über dem Durchschnitt der drei übrigen Jahreszeiten. Im Vergleich zum Herbst, der nachfrageschwächsten Jahreszeit, beträgt der Unterschied rund 12 Prozent.
Auch bei Kaufangeboten an Nord- und Ostseeküste zeigt sich ein ausgeprägter Sommer-Effekt. Die Nachfrage liegt im Sommer rund 11 Prozent über dem Durchschnitt von Frühling, Herbst und Winter. Zwischen Sommer und Winter, der schwächsten Jahreszeit, beträgt der Unterschied rund 15 Prozent.
Winterhoch im Süden
In den süddeutschen Urlaubsregionen wie den Bayrischen Alpen, Berchtesgadener Land und Chiemgau liegt die Nachfrage nach Mietangeboten im Winter rund 11 Prozent über dem Sommer. Beim Kauf fällt die Saisonalität im Süden deutlich stärker aus. Zwischen der nachfrageschwächsten Jahreszeit im Herbst und dem Winter liegen rund 26 Prozent. Gegenüber dem Sommer ist die Kaufnachfrage im Winter rund 9 Prozent höher.
Auch in den mitteldeutschen Urlaubsregionen wie dem Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge erreicht die Nachfrage im Winter ihren höchsten Stand. Bei Mietangeboten liegt sie rund 11 Prozent über dem Sommer. Beim Kauf beträgt der Unterschied zwischen Winter und Sommer rund 7 Prozent.