Neue CORONA Arbeitsschutzregel des BMAS

Nach dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom 16. April 2020 mit allgemeinen Regelungen für den Corona- Infektionsschutz hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 11. August 2020 nun auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel zur Veröffentlichung
freigegeben.

Arbeitgeber sollten die Neuregelung zum Anlass nehmen, bisherigen Hygienekonzepte und Maßnahmen auf den Prüfstand zu stellen und anzupassen. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel ist eine Orientierungshilfe, in der Anforderungen der Verordnungen nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) konkretisiert werden. Bei Einhaltung dieser Konkretisierungen können Arbeitgeber davon ausgehen, dass die Anforderungen aus den Verordnungen erfüllt sind.

Wird eine andere Lösung gewählt, muss damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreicht werden.

Zu beachten ist jedoch, dass strengere Vorgaben auf Landesebene
der Arbeitsschutzregel vorgehen. Es ist somit fortlaufend zu prüfen, ob für
das jeweilige Bundesland, in dem die Beschäftigen des jeweiligen Unternehmens tätig sind, ggf. strengere Vorgaben gelten. Darüber hinaus beschreibt die Arbeitsschutzregel den Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse, die Arbeitgeber bei den Maßnahmen des Arbeitsschutzes während der Epidemie berücksichtigen müssen.
Corona-Schutzmaßnahmen werden im Vergleich zu den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards vom 16. April 2020 insbesondere zu folgenden Bereichen konkretisiert:

• Arbeitsplatzgestaltung
• Sanitärräume, Kantinen und Pausenräume/insbesondere tägliche Reinigung der Sanitärräume gem. Punkt 4.2.2 (5) der Arbeitsschutzregel
• Lüftung
• Homeoffice
• Dienstreisen und Besprechungen
• Sicherstellung ausreichender Schutzabstände
• Arbeitsmittel/Werkzeuge
• Arbeitszeit- und Pausengestaltung
• Aufbewahrung von Arbeitskleidung und persönlicher Schutzausrüstung
• Zutritt betriebsfremder Personen zu Arbeitsstätten und Betriebsgelände
• Handlungsanweisungen für Verdachtsfälle
• Berücksichtigung psychischer Belastungen
• Mund-Nase-Bedeckung und persönliche Schutzausrüstung
• Unterweisung und aktive Kommunikation

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